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Schwangerschaftsvorsorge Pregnancy care Soins prénataux

Pregnolia hat ein Messgerät zur Verbesserung der medizinischen Betreuung in der Schwangerschaft entwickelt. Mit dem Gerät, das aus einem Forschungsprojekt der ETH und dem Universitätsspital Zürich hervorgegangen ist, lässt sich die Steifigkeit der Zervix bestimmen. 

vorteile des pregnolia Systems

  • quantitative und objektive Messung der Zervixsteifigkeit

  • sichere und einfache Anwendung

  • dauert nur wenige Minuten

  • genauere Angaben der Steifigkeit und weniger belastender Untersuch als Palpation

So funktioniert

das Gerät

Das Pregnolia System besteht aus einer Sonde und einer Kontrolleinheit mit Display. Zur Messung der Zervixsteifigkeit wird die Sonde durch das Spekulum auf die vordere Muttermundslippe aufgesetzt. Durch die Bedienung des Startknopfes wird ein Vakuum in der Sonde aufgebaut. Je weicher das Gewebe, desto schwächer muss das Vakuum sein, um das Gewebe 4mm in die Sonde zu verformen. Innerhalb weniger Sekunden bestimmt das Messgerät so die Steifigkeit des Gewebes und zeigt auf dem Display den Cervical Stiffness Index (CSI) als Unterdruckwert (pcl in mbar) an.

Funktionsprinzip der Zervixsteifigkeitsmessung Operating principle of the cervical stiffness measurement Principe de fonctionnement de la mesure de la rigidité du col utérin
Die Zervix erweicht, bevor sie sich verkürzt
Die Zervixsteifigkeit ist aussagekräftiger als die Zervixlänge

studien

Ein Prototyp des Gerätes wurde bereits von 2010 bis 2012 in einer Machbarkeitsstudie an 50 schwangeren und 50 nicht schwangeren Frauen getestet. Ziel war, Veränderungen der Gebärmutterhalssteifigkeit während einer normalen Schwangerschaft zu erfassen. Die Studie hat gezeigt, dass die Zervix mit Fortschreiten der Schwangerschaft weicher wird, wodurch immer weniger Unterdruck nötig ist, um das Gewebe in die Sonde zu verformen. Darüber hinaus erweicht die Zervix, noch bevor sie sich verkürzt (Abbildung 1). Dadurch kann das Pregnolia System eine Veränderung der Zervix früher erfassen, als es mit der Zervixlängenmessung möglich ist [1].

Erste klinische Daten (n=1115) zeigen [2], dass Schwangere mit einer weichen Zervix viel häufiger spontane Frühgeburten haben, als Frauen mit einer physiologischen Zervixreifung (Abbildung 2).

In der multizentrischen klinischen Studie «SoftCervix» [3], wird aktuell erforscht, wie die Länge und Steifigkeit der Zervix mit dem Geburtszeitpunkt korrelieren. Die Ergebnisse der Studie werden für 2021 erwartet. 

[1] Badir, S. et al. (2013). Cervical softening occurs early in pregnancy:    characterization of cervical stiffness in 100 healthy women using the aspiration technique. Prenat Diagn, 33(8), 737–741

[2] Parra-Saavedra, M. et al. (2011). Prediction of preterm birth using the cervical consistency index. Ultrasound Obstet Gynecol, 38(1), 44–51

[3] https://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT02037334 

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